Eine Scheidung ist für viele nach all den schwierigen Ehejahren sogar eine Art der Erlösung und da versteht es sich von selbst, dass diese bitte so schnell wie nur möglich über die sprichwörtliche Bühne gebracht werden kann. Allerdings gibt es natürlich auch zeitliche Bedingungen, die an einem Scheidungsprozess gekoppelt sind und auch die Mitarbeiter beider Ehepartner ist hier von essenzieller Bedeutung, um die Scheidungspapiere mit der rechtskräftigen Bestätigung schnellstmöglich erhalten zu können. Was genau das für die bald geschiedenen Ehepaare bedeutet, darauf wollen wir gerne an dieser Stelle nochmals kurz eingehen.


Der Scheidungsprozess dauert bei unkooperativen Ehepaaren umso länger

Normalerweise muss ein sich scheidendes Ehepaar getrennt voneinander leben und das natürlich über das sogenannte Trennungsjahr hinaus, um dann im Anschluss eine rechtskräftige Scheidung zu beschleunigen. Jedoch hilft es nicht, wenn der Noch-Ehepartner sich der Unterschrift bei den Scheidungspapieren verwehrt, weil dieser möglicherweise noch an die Ehe glaubt oder einfach nur aus gekränktem Stolz den Scheidungsprozess torpediert. So kann sich ein Scheidungsprozess auch nicht nur kostspielig in die finanziell schmerzhafte Länge ziehen, sondern vor allem auch zeitlich. Bis zu drei Jahre könnten im schlimmsten Fall aufgrund von möglichen Gerichtsverhandlungen so ins Land ziehen, was im Regelfall dann teuer für beide Parteien bis zum Scheidungsurteil wird. Hier empfiehlt sich somit von beiden Ehepartnern in Zukunft die Scheidungsabläufe nicht zu behindern, sondern an einem Strang zu ziehen!

Scheidungsabläufe können durch die partnerschaftliche Kooperation beschleunigt werden

Wie oben schon angemerkt ist es auch leicht, eine zeitliche Beschleunigung bei den Scheidungsabläufen zu begünstigen. So sollten die Paare sich bereits beim Wunsch nach der ehelichen Trennung mit einem Rechtsanwalt für die außergerichtlichen Angelegenheiten wie die Gütertrennung, das Sorgerecht und etwaigen Unterhaltungszahlungen nehmen, um so viel Zeit sinnvoll zu nutzen, während das verpflichtende Trennungsjahr nebenher abläuft. So kann nach dem Trennungsjahr die rechtskräftige Trennung des Ehepaars per Gerichtsschreiben protokolliert werden und fertig. Auch wenn Noch-Ehepartner uneinig darüber sind, was sie wollen und wer was zu bekommen hat, ist der Anwalt eine echte Hilfe. Derjenige, der die Scheidungspapiere einreicht muss ohnehin einen Rechtsbeistand kontaktieren, sodass dann alle weiteren Prozesse voll automatisiert geschehen werden, weitere Informationen.

Da es für die aller meisten Ehepaare nicht leicht ist, sich scheiden zu lassen, ist der Anwalt sicherlich auch eine seelische Stütze, wenn der Noch-Ehepartner die Scheidungsabläufe negativ beeinflussen möchte. Sie sollte jedoch schnellstmöglich beendet sein, da wir an dieser Stelle sonst auch von immer höher werdenden Kosten sprechen. Somit empfiehlt es sich nicht nur für den Ehepartner, der die Scheidungspapiere einreichen möchte, einen Anwalt zu kontaktieren, sondern auch für die Gegenseite.

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